Wer kein passendes Geschenk findet, verschenkt einen Gutschein. Die Empfänger immaterieller Gutscheine kommen sich dabei immer etwas betrogen vor, denn ein ernsthaft stilvolles Mitbringsel ist es ja nur in den seltensten Fällen. Gutschein für einmal Autowaschen, Gutschein für eine Körpermassage oder für ein romantisches Abendessen, das haut niemanden wirklich vom Hocker. In den meisten Fällen werden derartige Gutscheine auch erst gar nicht eingelöst.
Internet-Benutzer sind aber von ganz anderem Holz geschnitzt. Hier ist die Jagd nach Gutscheinen, Gutschein-Codes sowie Rabatten schon seit langem in vollem Gange. Denn mit derartigen Rabatt-Gutscheinen kann man möglicherweise den einen oder anderen Euro sparen beim Internet-Einkauf. Doch sind es mitnichten nur die bekannten Händler wie Amazon, Zalando oder Otto, die derartige Gutscheine anbieten. Sogar weniger bekannte Online-Geschäfte setzen dieses Marketing-Instrument ein, um alte Kunden zu zum Wiederkauf zu motivieren und ihren Kundenstamm zu erweitern.
Inzwischen boomen die Web-Seiten, Blogs und Foren, in denen man sich über laufende Coupon-Aktionen erkundigen kann. Oft werden solche Codes nämlich unpersonalisiert via Elektronische Post an angeblich besonders geschätzte Kunden versandt und stehen oft schon kurze Zeit danach in zahlreichen Foren für die allgemeine Nutzung parat. Das gleiche gilt für Codes, die für ausgewählte Situationen verteilt werden, zum Beispiel für eine Eintragung für einen Newsletter. Sobald der Code verraten wird, kommen auch weitere Anwender in den Genuss des Rabatts, ohne dass sie den Newsletter subskribieren und nachfolgend wieder aufkündigen müssen.
Wer schon Kunde bei dem einen oder anderen größeren Versandhaus ist, findet gelegentlich auch in seinem Briefkasten Werbeschreiben mit einem Gutschein-Code, den er in der Online-Filiale des Händlers oder auch bei einer telefonischen Bestellung einlösen kann.
Wer solchen Rabatt-Coupons hinterherjagt, findet online auch etliche Utilities für den Webbrowser. Diese Zusatzprogramme evaluieren die im Webbrowser aufgerufene Internet-Adresse mit einer speziellen Liste und teilen dem Nutzer mit, dass es für den Anbieter dieser Internet-Seite beziehungsweise deren Online-Shop Coupons gibt. Diese kann der Anwender dann überprüfen und je nach Situation bei seinem Einkauf mit einbeziehen. Hierbei gibt der Anwender bei seiner Bestellung in einem entsprechenden Formularfeld den Rabatt-Code ein. Der zugehörige Rabatt wird anschließend direkt von dem Rechnungsbetrag abgezogen. So profitiert auch der Rabatt-Jäger von der Coupon-Aktion.
Die Art der Gutscheine ist dabei unterschiedlich. Manchmal handelt es sich einfach um eine Versandkostenbefreiung. Der Rabatt-Code beschert dem Käufer in diesem Fall eine kostenlose Auslieferung. Je nach Online-Shop sind dies etwa 5 bis 7 Euro sein.
Zuweilen gibt es aber auch sehr große Preisnachlässe auf den Gesamteinkauf oder ein Einzelprodukt. So offerierte ein rennomiertes Bekleidungsgeschäft zeitweise bis zu 50 Prozent Nachlass auf ein Einzelprodukt, wenn man den Newsletter des Unternehmens bestellte.
Häufig sind die Gutscheine befristet, so dass sie nur innerhalb eines von der Fira festgelegten Zeitraums eingelöst werden können. In der Regel kann auch nur ein Gutschein pro Order verwendet werden. Je nach Online-Shop kann es sich insofern auszahlen, einen Einkauf auf zwei oder mehr Einzelbestellungen aufzuteilen.
Dennoch kann es auch passieren, dass ein Internet-Geschäft einen Gutschein-Code nicht annimt, obwohl dieser angeblich Gültigkeit haben soll. Das kann dann daran liegen, dass es sich wahrhaftig um einen kundenbezogenen Code gehandelt hat, der ausschließlich für einen bestimmten Kunden oder eine klar definierte Kundengruppe ausgefertigt worden war.